Château La Gaffelière
Wer Château La Gaffelière kaufen möchte, sucht mehr als eine Flasche Wein. Sie suchen ein Stück Saint-Émilion, seit 1705 in den Händen derselben Familie. Bei wein-sammeln.de finden Sie ausgewählte Jahrgänge aus der Zeit als Premier Grand Cru Classé – jede Flasche einzeln geprüft, dokumentiert und versichert verschickt.
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Château La Gaffelière 1967
Anbieter:Château La GaffelièreNormaler Preis €100,82 EURNormaler PreisStückpreis €134,43 / pro lVerkaufspreis €100,82 EUR
Kategorie: Château La Gaffelière
Ein Weingut aus Saint-Émilion
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Appellation | AOC Saint-Émilion Grand Cru (rechtes Ufer, Libournais, Bordeaux) |
| Klassifizierung | Premier Grand Cru Classé (Kategorie B) von 1955 bis zum Jahrgang 2021; im Juni 2022 freiwilliger Austritt aus der Klassifizierung |
| Eigentümer | Familie de Malet Roquefort, seit 1705; heute Alexandre de Malet Roquefort |
| Historischer Name | Château La Gaffelière-Naudes (bis in die 1960er-Jahre) |
| Geschichte | Reste einer gallo-römischen Villa mit Mosaiken, 1969 in der Lage „Le Palat" entdeckt |
| Rebfläche Grand Vin | 22 ha (Gesamtbesitz inkl. Zukäufen ca. 38 ha) |
| Lage & Boden | Kalksteinplateau, Ton-Kalk-Hang und Hangfuß; Süd-/Südwest-Exposition; Nachbarn: Ausone, Bélair-Monange, Pavie |
| Rebsorten | Merlot (dominierend) und Cabernet Franc (wachsender Anteil, je nach Quelle/Stand 25 - 42 %) |
| Rebalter | ca. 35 - 40 Jahre im Schnitt |
| Beratung | Stéphane Derenoncourt (seit 2004) |
| Ausbau | ca. 12 - 20 Monate in französischer Eiche, 50–80 % neues Holz (je nach Jahrgang und Quelle) |
| Zweitwein | Clos La Gaffelière |
| Lagerpotenzial | gute Jahrgänge ca. 10 - 30 Jahre |
Château La Gaffelière kaufen heißt, eine der ältesten Familiengeschichten von Bordeaux in den eigenen Keller zu holen. Seit 1705 gehört das Gut der Familie de Malet Roquefort, heute geführt von Alexandre de Malet Roquefort. Bis zum Jahrgang 2021 trägt jede Flasche den Titel Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé B. Bei wein-sammeln.de finden Sie ausgewählte Jahrgänge – einzeln geprüft und mit dokumentierter Herkunft.
Römische Mosaiken und ein Name aus dem Mittelalter
Die Geschichte dieses Ortes reicht fast zwei Jahrtausende zurück. 1969 stieß die Familie in der Lage „Le Palat" auf die Reste einer gallo-römischen Villa mit kunstvollen Mosaiken. Vermutet wird, dass sie zum Landgut des Dichters Ausonius gehörte, dessen Name bis heute im Nachbar-Château Ausone weiterlebt. Der Name La Gaffelière ist jünger: „Gaffets" nannte man früher Leprakranke, und an dieser Stelle stand ein Siechenhaus. Bis in die 1960er-Jahre hieß das Gut noch Château La Gaffelière-Naudes. Wer heute Château La Gaffelière kaufen möchte, erwirbt also auch ein Stück Kulturgeschichte des Libournais.
Kalkstein auf drei Ebenen
Die Rebfläche des Grand Vin umfasst 22 Hektar im Süden von Saint-Émilion. Sie verteilt sich auf drei Ebenen: das Kalksteinplateau, den Ton-Kalk-Hang und den Hangfuß, ausgerichtet nach Süden und Südwesten. Die besten Parzellen liegen auf dem Plateau, direkt neben Château Ausone und Château Bélair-Monange. Eine große Lage schaut hinüber zu Château Pavie. Merlot dominiert. Seit der großen Neubepflanzung ab etwa 2000 wächst aber der Anteil an Cabernet Franc, je nach Quelle inzwischen auf 35 bis 40 Prozent. Seit 2004 begleitet Stéphane Derenoncourt die Arbeit in Weinberg und Keller. Der Grand Vin reift ein bis anderthalb Jahre in französischer Eiche, der Zweitwein heißt Clos La Gaffelière. Wer Château La Gaffelière kaufen möchte, bekommt einen Saint-Émilion mit kalkiger Frische und seidiger Textur – eher elegant als opulent.
1955 bis 2021: Premier Grand Cru Classé B – und ein bewusster Abschied
Bei der ersten Klassifizierung von Saint-Émilion im Jahr 1955 wurde La Gaffelière als Premier Grand Cru Classé B eingestuft, in der Kategorie „B" hinter Ausone und Cheval Blanc. Diesen Rang hielt das Château fast sieben Jahrzehnte. Im Juni 2022 verzichtete die Familie auf eine erneute Bewerbung. Ihre Begründung: Die neuen Kriterien gewichteten Marketing und Tourismus zu stark und das Terroir zu schwach. Alexandre de Malet Roquefort erinnerte daran, dass schon sein Vater an der Entstehung der Klassifizierung mitgewirkt hatte. Ausone, Cheval Blanc und Angélus waren denselben Schritt kurz zuvor gegangen.
Für Sammler hat das eine klare Folge. Die Jahrgänge bis einschließlich 2021 sind die letzten, die als Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé B auf den Markt kamen. Ab 2022 erscheint der Wein als Saint-Émilion Grand Cru. Wer Bordeaux-Wein als Kapitalanlage betrachtet oder gezielt Château La Gaffelière kaufen will, sollte diesen Einschnitt kennen.
Ein Jahrgang als Geschenk
Ein Geburtsjahr, ein Hochzeitstag, das Gründungsjahr einer Firma: Wer einen seltenen Wein verschenken möchte, sucht meist ein ganz bestimmtes Jahr. La Gaffelière passt dazu, weil gute Jahrgänge über zwei bis drei Jahrzehnte reifen. Dazu kommt eine Geschichte, die sich beim Öffnen erzählen lässt, von römischen Mosaiken bis zur Familie, die das Gut seit über 300 Jahren hält. Ein Rat aus der Praxis: Wer einen seltenen Wein verschenken will, sollte bei älteren Jahrgängen auf Füllstand und Korken achten. Genau das prüfe ich, bevor eine Flasche online geht. Viele Kunden, die Château La Gaffelière kaufen, tun das übrigens nicht für sich selbst.
Als Wertanlage: Chancen und Grenzen
Erfahrene Sammler achten auf Herkunft, Zustand und Knappheit. Bei La Gaffelière kommt ein vierter Punkt hinzu. Die Jahrgänge bis 2021 sind die letzten mit dem Titel Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé B, und ihr Bestand sinkt mit jeder geöffneten Flasche. Für Bordeaux-Wein als Kapitalanlage kann das ein Argument sein. Ob der Markt den Austritt aus der Klassifizierung langfristig honoriert oder bestraft, lässt sich heute aber nicht seriös vorhersagen. Eine Renditegarantie gibt es bei Wein nie. Wer Château La Gaffelière kaufen will, um es langfristig zu halten, denkt deshalb in Jahrzehnten und setzt auf lückenlose Provenienz. Sie entscheidet beim Wiederverkauf maßgeblich über den Preis.
Die verfügbaren Jahrgänge
Direkt über diesem Text sehen Sie alle Flaschen, die aktuell verfügbar sind, jede mit eigener Provenienz. Sie suchen einen Jahrgang, der gerade fehlt? Sie bauen gezielt Bordeaux-Wein als Kapitalanlage auf und brauchen eine bestimmte Jahrgangsreihe? Oder Sie möchten einen seltenen Wein verschenken und sind beim Jahrgang unsicher? Schreiben Sie mir. Hier können Sie Château La Gaffelière kaufen – mit dem guten Gefühl, dass jede Flasche vorher durch meine Hände gegangen ist.
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Häufige Fragen zu Château La Gaffelière
Ist Château La Gaffelière noch klassifiziert? Nein, seit dem Jahrgang 2022 nicht mehr. Die Familie de Malet Roquefort hat im Juni 2022 auf eine erneute Bewerbung verzichtet. Die Jahrgänge von 1955 bis 2021 stammen aber aus der Zeit als Premier Grand Cru Classé B und behalten diesen Status.
Was ist der Unterschied zwischen La Gaffelière und Canon-la-Gaffelière? Es sind zwei eigenständige Weingüter mit gemeinsamem Ursprung. Beide gehen auf Ländereien der Familie Malet Roquefort zurück. Canon-la-Gaffelière gehört seit 1971 der Familie von Neipperg und ist weiterhin Premier Grand Cru Classé B.
Welche Jahrgänge gelten als besonders gelungen? Kritiker heben unter anderem 2005, 2009, 2010 und die Serie ab 2015 hervor, unter den Klassikern 1955 und 1961. Welche davon aktuell verfügbar sind, sehen Sie im Produktraster oben.
Ähnliche Weingüter aus Saint-Émilion
Der engste Verwandte ist Château Canon-la-Gaffelière: gleicher Ursprung, gleicher Namensstamm, heute ein eigenständiges Gut. Château Ausone grenzt auf dem Plateau direkt an und ist 2021 ebenfalls aus der Klassifizierung ausgetreten. Gegenüber am Hang liegt Château Pavie, seit 2012 Premier Grand Cru Classé „A".
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